Fachinformation:Impact factor

Aus UB-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fachinformation -> Impact factor


               Bibliometrie

                                  Journal Impact Factor

  SNIP                SJR

            Eigenfaktor und AIS                  h-factor

                                            g-Index                     Einsatzgebiete

                     Ausblick                                                          Glossar

                   Weiterführende Links



Verantwortlich : Dr. Martina Paape & Antje Meuser (B.A.)

Feedback/Anmerkungen : Dr. Martina Paape

Diese Seite befindet sich in Bearbeitung!

Bibliometrie

Faktoren

Journal Impact Factor

ist Bewertung wissenschaftlicher Zeitschriften nach den Kriterien des Institute for Scientific Information durch die Analyse der Zitationsrate der Artikel der letzten 2 Jahre in dem zu berechnenden Jahr

Über den Journal Citation Report (Einwahl ins Rostocker-Universitätsnetz erforderlich) kann der Journal Impact factor ganz einfach ermittelt werden.
Die Option Search for a specific journal wählen und durch Submit zustimmen. Danach den Journal-Namen eingeben und suchen.


Beispiel zur Berechnung des Impact factors des "New England Journal of Medicine" für das Jahr 2013:

Zitationen im Jahr 2013 der Artikel von 2011+2012 = Berechnung

Anzahl der publizierten Artikel in 2011+2012


20566 (Jahr 2011) + 18018 (Jahr 2012) = 54.420

349 (Jahr 2011) + 360 (Jahr 2012)




5-Year Journal Impact Factor

Der "5-Year Journal Impact Factor" ergibt sich aus der durchschnittlichen Häufigkeit, in welcher Artikel aus einem in den letzten fünf Jahren veröffentlichten Journal im JCR-Jahr zitiert wurden. Er ist in den JCR erst ab 2007 verfügbar (Universität Wien 2014).

Hinweis zur Berechnung


SNIP (Source Normalized Impact per Paper)

Impact factor für Zeitschriften nach den Kriterien des Centre for Science and Technology Studies (CWTS) für den Vergleich von Journals verschiedener Themengebiete
Normalisierung der Gewichtung von Zitationen auf der Basis einer Gesamtzitationenzahl in einem bestimmten Sachgebiet
Zeitfenster der Zitationszählung 3 Jahre

(H.F.Moed arXiv 2009: Measuring contextual citation impact of scientific journals)

weitere Informationen auf SCOPUS


Berechnung mittels SCOPUS Journal Analyzer (aus dem Uninetz)

ODER

Berechnung mittels CWTS Journal Indicators Website (frei zugänglich)


SNIP Faktor des "New England Journal of Medicine" (zum Vergrößern auf die Grafik klicken)
SNIP- Berechnung am Beispiel des "New England Journal of Medicine" für das Jahr 2013

Der SNIP für das Jahr 2013 beträgt 15,122 (Vgl. Journal Impact Factor = 54,520)

links: Darstellung des SNIP aus der Datenbank SCOPUS


SJR (SCImago Journal Rank)

Erfassung des Prestiges eines Journals durch Messung der durchschnittlichen Anzahl von Zitationen unter Beachtung des PageRank- Algorithmus` (SCImago Research Group)

(Gonzalez-Pereira et al. arXiv 2009: The SJR indicator: A new indicator of journals' scientific prestige)
weitere Informationen auf SCOPUS
Berechnung mittels SCOPUS Journal Analyzer


Eigenfactor und AIS

Der Eigenfactor berechnet auf der Basis der vorhandenen Zitationsdaten mit dem auch von Google verwendeten PageRank Algorithmus zwei selbstentwickelte Maßzahlen: den Eigenfactor Score und den Article Influence Score (AIS). Der erstgenannte Indikator ist linear abhängig von der Anzahl der zitierfähigen Dokumente einer Zeitschrift und somit ungeeignet für die Bewertung des mittleren Impacts eines Aufsatzes. Daher wird im Journal Ranking Guide nur der AIS angegeben. Er berücksichtigt die Zitationen, die ein Aufsatz in den ersten fünf Jahren nach seinem Erscheinen auf sich gezogen hat; dabei bleiben Selbstzitationen (i. e. Zitationen in der gleichen Zeitschrift) unberücksichtigt. Der PageRank Algorithmus bewirkt dabei, dass das Gewicht einer Zitation für die zitierte Zeitschrift umso größer ist, je einflussreicher die zitierende Zeitschrift ist. Die Werte des AIS sind so normalisiert, dass das arithmetische Mittel aller in die Berechnung eingeflossenen Aufsätze eines Jahrgangs den Wert 1,00 annimmt (ZBW 2014).

Eigenfactor


h-factor (Hirsch-Faktor, Hirsch-Index)

Faktor zur Bewertung des wissenschaftlichen Outputs einzelner Personen basierend auf der Zitationshäufigkeit ihrer Publikationen. Gemessen wird die Anzahl der Zitierungen eines Wissenschaftlers verteilt auf sämtliche seiner Publikationen.

Ein Wissenschaftler hat einen Hirsch-Index h, wenn h von seinen insgesamt N Publikationen mindestens h-mal, die restlichen (N – h) Publikationen höchstens h-mal zitiert wurden.
(J.E.Hirsch PNAS 2005: An index to quantify an individual's scientific research output)

Berechnung mittels SCOPUS (search author --> citation tracker)

ODER

Berechnung mittels Web of Science (search author --> create citation report)

h-Index von M. Mustermann (zum Vergrößern auf die Grafik klicken)
Beschreibung der Berechnung des h-Index von M. Mustermann

M. Mustermann veröffentlichte 37 Artikel.

Diese werden absteigend nach ihrer Zitierhäufigkeit gereiht (Rangnummer 1-37).

Der h-Index ist die nun Zahl, bei der die Rangnummer der Publikation
größer/gleich der Anzahl der Zitationen ist.

M. Mustermann: 18 Publikationen wurden mindestens 18x zitiert (h = 18)

Die 19 Publikationen mit weniger als 18 Zitationen werden nicht berücksichtigt.

g-Index


Einsatzgebiete

Gelder und Stellen im Forschungsbereich werden unter anderem nach Publikations- und Zitationszahlen verteilt. Daher passen Forscher ihr Publikationsverhalten entsprechend an und publizieren mehr. Zudem versuchen sie, ihre Aufsätze in angesehenen Journalen unterzubringen. Bibliometrische Indikatoren für Produktivität, Wirkung und Kooperation von Wissenschaftlern sind gerade für evaluative Zwecke entwickelt worden und werten das Publikationsverhalten der Forschenden aus. Des Weiteren helfen diese Indikatoren bei der Aufhellung von Gesetzmäßigkeiten von Informationsströmen (Havemann 2009).

Ausblick

Wissenschaftler publizieren zunehmend webbasierte Forschungsarbeiten. Dadurch wird sich die Bibliometrie in Richtung Auswertung des Internets verschieben (Georg-August-Universität Göttingen 2014). So hat sich aus der klassischen Bibliometrie als Teilgebiet die Cybermetrie entwickelt. Diese befasst sich mit der quantitativen Analyse des Aufbaus und der Nutzung von Informationsressourcen, -strukturen und -Technologien, bezogen auf das gesamte Internet mittels bibliometrischer und informetrischer Ansätze (Björneborn 2004).

Glossar

Das Glossar der Universitätsbibliothek Wien bietet einen sehr guten Überblick über die Faktoren der Bibliometrie.

Weiterführende Links

Altmetric
Impactstory