Universitätsarchiv:Neuverzeichnung des Thünen-Archivs 1997/1998

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Mit der “Wende” von 1989 in der DDR änderte sich auch die Situation für die Thünen-Forschung und das Thünen-Archiv grundlegend. Endlich war es möglich, ohne ideologische Zwänge über Thünen zu forschen. So entstanden eine Reihe von Plänen u.a. für eine Gesamtausgabe der Werke Thünens, die aber nicht zuletzt an den fehlenden Mitteln scheiterten. Seit Mitte der 1990er Jahre unternahmen die Universitätsbibliothek und das Archiv der Universität Rostock verstärkte Anstrengungen, diesen wertvollen und einzigartigen Bestand wieder vollständig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 1997 wurde mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft ein Projekt zur Neuverzeichnung des Thünen-Archivs ins Leben gerufen.

Im Verlauf dieses Projekt wurde der gesamte Bestand neu geordnet, erschlossen und verzeichnet. Ein nicht immer leichtes Unterfangen, denn die wechselnden Zuständigkeiten und die jahrzehntelange Vernachlässigung des Thünen-Archivs hatten ihre Spuren hinterlassen. Nach Abschluß der Verzeichnungsarbeiten konnte zum Glück festgestellt werden, daß keine weiteren Verluste als die bis dahin bekannten, aufgetreten waren. Allerdings waren Teile des Bestandes von Schimmelpilzen befallen, die beseitigt werden mußten.

Besondere Bedeutung kam der Erfassung und Verzeichnung der etwa 6.000 Briefe der Familie Thünen und ihr nahestehender Personen zu. Sie wurden mit Absender, Empfänger, Datum, Ort in eine Datenbank aufgenommen. Auch hier stand der bearbeitende Archivar vor enormen Problemen, waren doch große Teile des Korrespondenz bisher noch nicht verzeichnet und durch verschiedene Umlagerungen durcheinander geraten.

Im Ergebnis des Projekts entstanden ein Findbuch, das zusammen mit der Thünen-Bibliographie im Jahr 2000 veröffentlicht wurde, und die oben erwähnte Datenbank.